„Die Party“ – Elizabeth Day

Die Party, Elizabeth Day

DIE PARTY – Elizabeth Day
Verlag: DuMont
Erscheinungsdatum: 19. September 2017
400 Seiten, Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
Preis: € 20,00
eBook: € 14,99
ISBN: 978-3-8321-9867-1

Inhalt
Martin Gilmour ist ein Einzelgänger. Aufgewachsen in trostlosen Verhältnissen, seinen Vater hat er nie kennengelernt. Seine Mutter hasst er bis zum heutigen Tag und meidet den Kontakt mit ihr, wo es nur geht. Es gibt nur einen Menschen, der ihm wirklich etwas bedeutet: Ben. „Mein bester Freund Ben“, sagt Martin. Wenn er es sich auch nicht eingesteht, so dreht sich in seinem Leben doch alles darum, Ben zu gefallen und ähnlich zu sein. Ben ist das genaue Gegenteil von Martin: attraktiv, beliebt, reich. Durch seinen Freund lernt er eine andere Welt kennen: die Welt der Oberschicht, der Privilegierten. Martin genießt es, dazuzugehören. Und so tut er alles für Ben – wirklich alles. Nach Jahren des Selbstbetrugs hat auch Lucy das begriffen. Ihr Ehemann Martin mag sie und braucht sie, aber Liebe? Liebe empfindet er nur für den Freund. Längst hat Martin, in scheinbarer Selbstlosigkeit, dafür gesorgt, dass dieser sich nie von ihm lösen kann. „Bens kleiner Schatten“, nennt ihn Bens Ehefrau Serena. Doch grenzenlose Hingabe kann lästig werden – so wie eine gemeinsame dunkle Vergangenheit.

Rezension
Auf der Suche nach Anerkennung und Liebe, gerät der jugendliche Martin Gilmour in eine verhängnisvolle Abhängigkeit, die sein ganzes Leben bestimmen und dominieren wird. In der Hoffnung durch die Freundschaft mit dem charismatischen Ben endlich wahrgenommen zu werden, versucht er mit allen Mitteln möglichst viel Zeit in dessen Nähe zu verbringen. Obwohl Ben nichts an Martin liegt und er ihn nur zu seinen eigenen Zwecken benutzt, gaukelt er sich selbst das Gegenteil davon vor. Als sich Martin die Gelegenheit bietet, Ben in seine Abhängigkeit zu bringen, nutzt er diese Chance gnadenlos. Doch selbst als ihn Jahre später die Vergangenheit einholt, ist er unfähig sich aus dem Schatten des übermächtigen Freundes zu lösen. Auch als Ben ihm unmissverständlich klar macht was er von ihm hält, ist er nicht in der Lage sich der Realität zu stellen. Erst im Verhörraum der Polizeistation von Tipworth kommt er langsam zu sich und beginnt sich an seinem ehemals besten Freund zu rächen.

Fazit
Ein interessant aufgebauter Roman, der tiefe Einblicke in die Psyche der Protagonisten gewährt und sich äußerst kritisch mit der, aus arm und reich resultierenden Ungerechtigkeit, auseinandersetzt.