„Das böse Kind“ – Sabine Kornbichler

Das böse Kind, Sabine Kornbichler, Piper

DAS BÖSE KIND – Sabine Kornbichler
Verlag: Piper
Erscheinungsdatum: 19.10.2015
348 Seiten, Taschenbuch
Preis: € 12,99
eBook: € 9,99
ISBN: 978-3-492-30832-8

Klappentext
Eine junge Frau gerät scheinbar aus dem Nichts in Panik, rennt vor ein Auto und stirbt – ein tragisches Unglück, und doch kommt Nachlassverwalterin Kristina Mahlo der Fall seltsam vor. Was kann die freie Lektorin von einem Moment auf den anderen so sehr in Schrecken versetzt haben? Im Nachlass der Toten entdeckt Kristina Hinweise auf ein Ereignis, das jede Sekunde im Leben der jungen Frau bestimmt hatte. Und auf einen erbarmungslosen Täter, der allgegenwärtig scheint.

Rezension
Die junge und ambitionierte Nachlassverwalterin Kristina Mahlo erinnert sich bei ihrem neuesten Fall an die Tagebuchaufzeichnungen einer schon vor Jahren verstorbenen Mandantin. Wie aus einem inneren Zwang heraus beginnt sie nachzuforschen, zu merkwürdig erscheinen ihr die Parallelen der beiden Fälle.

Zunächst kann sie sich absolut keinen Reim darauf machen, was die junge Frau zu der tödlichen Panikreaktion veranlasst haben könnte, dies ändert sich aber abrupt als sie deren letzten Minuten endlich rekonstruiert hat. Nachdem sie weiß wonach sie suchen muss und welche Gemeinsamkeiten diese beiden Fälle verbindet, stößt sie allerdings nicht nur an ihre Grenzen.

Mit einer Hartnäckigkeit, die manchmal schon weh tut, versucht sie das geheimnisvolle Rätsel zu lösen. Dass im Zuge dessen, viel Unangenehmes ans Tageslicht kommt, ist den Betroffenen alles andere als recht und mit Sicherheit nicht die Aufgabe einer Nachlassverwalterin, was man ihr drohend immer wieder unter die Nase hält. Aber der innere Zwang und der Wunsch nach Gerechtigkeit können sie nicht aufhalten. Die überraschende Aufklärung, gibt ihr schlussendlich recht und wenn so mancher schon früher auf sie gehört hätte, wäre der Ausgang vielleicht ein anderer gewesen.

Fazit
Spannenden und packend geschrieben, erlebt man die Suche nach Täter und Motiv hautnah. Trotz des temporeichen Schreibstils, bleibt genügend Raum, um das mit dem Fall eng verknüpfte Thema Zweitfamilie zur Sprache zu bringen und sich damit auseinanderzusetzen. Ein Krimi, der sehr facettenreich für immer neue Spannungsmomente sorgt und dank des lockeren Schreibstils leicht zu lesen ist und für spannende Stunden sorgt.